China hat schon längst bewiesen, dass es in Sachen Künstliche Intelligenz ganz vorne mitspielt – Deepseek war hierfür nur ein Beispiel. Jetzt sorgt Manus für Furore, weil das Tool von sich behauptet, der erste vollständig autonome KI-Agent zu sein. So soll Manus das Internet durchforsten, öffentliche Debatten analysieren und sogar in Echtzeit Veränderungen in der Stimmung auf Social-Media-Plattformen oder Nachrichtenportalen erkennen können. Momentan ist Manus allerdings nur per Einladung oder durch eine kurze Bewerbung zugänglich, was den exklusiven Charakter noch verstärkt.
Was genau ist Manus?
Manus will einen Schritt über die klassischen Chatbots und LLMs hinausgehen, indem es dir erlaubt, ihm eigenständige Aufträge zu erteilen – oder Vorlagen zu nutzen. Diese Vorlagen decken diverse Anwendungsbereiche ab, etwa das Monitoring von Social-Media-Stimmungen oder die Auswertung öffentlicher Diskurse. Dabei arbeitet das System jeden Schritt einzeln ab, was einerseits für Gründlichkeit sorgt, andererseits aber auch für ein langsameres Tempo.

Was Manus (noch) nicht kann: Einen vollwertigen Zugriff auf Konten hat der Agent nicht, und Captchas kann er ebenfalls nicht lösen. Hier merkt man schnell, dass Manus zwar autonom analysieren, aber keine weitreichenden Online-Handlungen durchführen soll.
Zwei Abo-Modelle – für alle mit Zugang
Auch wenn das Tool für die breite Öffentlichkeit noch gesperrt ist, gibt es bereits zwei Abo-Modelle für Nutzer*innen, die Zugang haben:
- Starter (42,99 €/Monat)
- 3.900 Credits pro Monat
- 2 Aufgaben gleichzeitig
- Erweiterte Kontextlänge und dedizierte Ressourcen
- Bevorzugte Nutzung in Stoßzeiten
- Pro (219,99 €/Monat)
- 19.900 Credits pro Monat
- 5 Aufgaben gleichzeitig
- Zugriff auf Spezial-Beta-Funktionen (z. B. sehr rechenintensive Analysen)
- Ebenfalls erweiterte Kontextlänge und priorisierter Zugang
Credits geben an, wie viele Arbeitsaufträge du pro Monat stellen kannst. Wer also Manus häufig oder für komplexe Auswertungen einsetzen will, wird eher zum Pro-Paket greifen.

Autonomie trifft auf langsame Schritte
Manus wirbt damit, eigenständig im Netz unterwegs zu sein und Trends oder Stimmungen zu erfassen. Interessant ist hier die Schritt-für-Schritt-Vorgehensweise: Das System geht sehr detailverliebt vor, was zu exakteren Ergebnissen führen soll – dafür arbeitet es langsamer als viele bekannte Chatbots. Wer ein schnelles, oberflächliches Feedback möchte, muss also abwägen, ob ihm die Detailtiefe den Zeitaufwand wert ist.
(Noch) kein Tool für alle
Ein wesentlicher Haken ist, dass Manus sich derzeit hinter einer Einladung oder einer kurzen Bewerbung verbirgt. Das macht es für die breite Masse unzugänglich. Für die Beta-Nutzer*innen hat das zwar den Vorteil, dass sie weitgehend ungestört testen können, aber wer spontan reinschnuppern möchte, schaut vorerst in die Röhre. Ob und wann Manus für alle geöffnet wird, steht noch in den Sternen.
Warum Manus im Blick behalten?
- Ein weiterer Beweis für Chinas KI-Kompetenz: Deepseek war schon eindrucksvoll, und Manus scheint einen nächsten Schritt zu gehen, indem es Autonomie und Echtzeit-Analysen verbindet.
- Zukunftspotenzial: Wenn es Manus schafft, Geschwindigkeit und Gründlichkeit zu steigern und dabei die Nutzbarkeit zu verbessern, könnte es eine Alternative zu westlichen KI-Angeboten werden.
- Agent-Ansatz: Das Konzept, Aufgaben vollautomatisch in Teilschritten abzuarbeiten, könnte sich auch für Business-Anwendungen oder komplexe Datenanalysen eignen.

Manus ist ein ambitioniertes Projekt, das China erneut als führende KI-Nation in Szene setzt. Mit selbstbewussten Aussagen über autonome Fähigkeiten und Echtzeit-Stimmungsanalysen weckt das Tool hohe Erwartungen. Bisher bleibt aber nur ein elitärer Nutzerkreis, der Manus wirklich ausprobieren kann. Wer einen Zugang ergattern konnte, berichtet von einem sehr gründlichen, wenn auch teils gemächlichen Agenten, der dank spezieller Vorlagen ein breites Anwendungsspektrum abdeckt. Sobald Manus aus der Einladungsschleife heraustritt und seine Beta verlässt, wird sich zeigen, ob es wirklich hält, was es verspricht.
Eure Rookies,
Niklas & Jan





[…] könnt, ob das Tool für euch das richtige sein kann, habe ich es ausprobiert. Dazu habe ich den Link zum Artikel über Manus AI an Pippit übergeben. Bei den Optionen habe ich nicht viel individualisiert, ich denke, da kann man […]