Diesmal möchten wir mit euch über ein zentrales Thema der Nutzung von KI-Tools sprechen: Prompting. Dabei geht es darum, wie ihr mit präzisen Eingaben (Prompts) die besten Ergebnisse aus KI-Modellen herausholt. Ganz nach dem Motto: Je besser die Eingabe, desto besser die Ausgabe.
Im Prinzip ist das nichts Neues – bereits beim alltäglichen Googlen waren die formulierte Suchanfrage dafür verantwortlich, wir erfolgreich man Ergebnisse erhalten hat. Im Gegensatz zu den meisten KI-Tools konnte man bei Google eher mit Stichwörtern erfolgreich suchen; vollständig ausformulierte Fragen und Anweisungen waren für die Suchmaschine meist nicht so einfach zu beantworten. Allerdings muss man auch erwähnen, dass sich das in den letzten Jahren immer weiter gebessert hat.
Was ist Prompting?
Prompting (deutsch: Aufforderung) bezeichnet die Kunst und Technik, eine KI mit klaren und gezielten Eingaben (Prompts) zu steuern, um gewünschte Ergebnisse zu erzielen. Ein Prompt ist im Grunde die Frage, Anweisung oder Beschreibung, die ihr einer KI gebt, damit sie darauf basierend eine Antwort generiert. Das klingt zunächst einfach, aber die Qualität der Eingabe kann den Unterschied zwischen einer mittelmäßigen und einer herausragenden Ausgabe machen.
Was macht einen guten Prompt aus?
- Klarheit und Präzision:
Ein guter Prompt enthält genau die Informationen, die die KI benötigt, ohne unnötige Details. - Kontext:
Liefert der KI ausreichend Kontext, um die Aufgabe zu verstehen, wie z. B. Zielgruppe, Stil oder gewünschte Details. - Anpassung ans Tool:
Verschiedene KI-Tools und Modelle (z. B. ChatGPT, DALL·E, Perplexity) reagieren unterschiedlich auf Eingaben. Deshalb lohnt es sich, die Eigenheiten des jeweiligen Tools zu kennen. - Iteratives Testen:
Ein erfolgreicher Prompt entsteht oft durch Ausprobieren und Anpassen.
Beispiele für gute und schlechte Prompts
Beispiel 1: Bild generieren mit KI
Schlechter Prompt:
Erstelle ein Bild von einem Haus.
Guter Prompt:
Erstelle ein realistisches Bild eines modernen Einfamilienhauses mit großen Fenstern, einem Garten mit Blumen und einer sonnigen Atmosphäre.
Beispiel 2: Gedicht schreiben
Schlechter Prompt:
Schreib ein Gedicht.
Guter Prompt:
Verfasse ein Gedicht im Stil von Rainer Maria Rilke, das die Schönheit eines Herbstmorgens beschreibt. Verwende eine melancholische, aber hoffnungsvolle Stimmung.
Beispiel 3: Recherche durchführen
Schlechter Prompt:
Suche Infos über Hunde.
Guter Prompt:
Finde Informationen über die besten Hunderassen für Familien mit kleinen Kindern. Beschreibe die Charaktereigenschaften und Pflegeanforderungen von drei bis fünf Rassen.
Beispiel 4 Code generieren
Schlechter Prompt:
Schreibe Code für eine Website.
Guter Prompt:
Schreibe HTML- und CSS-Code für eine einfache Portfolio-Website mit einer Navigationsleiste, einer Sektion für Projekte und einem Kontaktformular. Die Farbpalette soll minimalistisch in Weiß und Blau sein.
Warum das richtige Tool entscheidend ist
Verschiedene KI-Modelle haben unterschiedliche Stärken und Schwächen:
- Textmodelle (z. B. ChatGPT) erfordern präzise sprachliche Eingaben.
- Bildmodelle (z. B. DALL·E) arbeiten besser mit detaillierten visuellen Beschreibungen.
- Spezialisierte Tools wie Perplexity benötigen Prompts, die den gewünschten Recherchekontext enthalten.
Das Verständnis der Eigenheiten eines Tools macht den Unterschied, ob ein Prompt effizient ist oder nicht.
Ein Blick in die Zukunft
Promting ist eine Kunst, die mit der Zeit immer mehr an Bedeutung gewinnt. Wir werden euch in zukünftigen Beiträgen Tipps und Strategien vorstellen, um eure Prompts noch besser zu machen. Außerdem schauen wir uns spezifische Techniken an, um die verschiedenen KI-Modelle optimal zu nutzen.
Habt ihr schon Erfahrungen mit Promting? Teilt sie gerne mit uns in den Kommentaren!
Eure Rookies,
Niklas & Jan

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